2. Ausstellung in New York City
Das Foto gewann den 2. Platz des Publikumspreis
beim Wettbewerb "Urban Legends" www.cultureinside.com
Ausstellung 17.10. bis 01.11.2009
in den Straßen von Manhattan und im
Studio von Dr.Barnaby Ruhe in
New York City
1. Ausstellung in New York City
A BOOK ABOUT DEATH
EXHIBITION AT THE EMILY HARVEY FOUNDATION GALLERY IN NEW YORK CITY.
OPENING:
THURSDAY 10 SEPTEMBER 2009.
EXHIBITION: 10 - 22 SEPTEMBER 2009.
The recent exhibition “A Book About Death” organized by Mattew Rose in New York has been immortalized. The MOMA, Museum of Modern Art in New York has recently acquired the collection of mailarts, many artists of different nationalities participated. The project in tribute to Ray Johnson having a great success! (Quelle: Angela Ferrara Blogeintrag)
The Story „Frozen to death in the City“
von Sabine Schlossmacher

The Story
Der Tag begann wie jeder andere Tag auch, doch sollten die nachfolgenden
Ereignisse zu einem außergewöhnlichen Neuanfang führen.
Seit Jahren lebe ich allein, da meine Frau vor Jahren verstorben war.
Meine Erinnerungen an die schöne Zeit mit ihr, helfen seit dieser Tragödie
meine Lebenszeit erträglicher zu machen.
Wenn Sie andere Menschen fragen, so werden diese behaupten, dass
ich zum Eigenbrödler geworden bin.
Dennoch fühle ich mich nicht einsam, auch wenn das so aussehen mag.
Der Tag fängt immer mit dem gleichen Ritual, nämlich einem ausgiebigen
Frühstück und Zeitung lesen, an. So auch heute.
Das Wetter war seit Tagen eisig, in der Nacht ist noch mehr Schnee gefallen.
Der Himmel war grau, es sah so aus, als wenn das Schneetreiben auch
den ganzen Tag über weitergehen würde.
In meinem Kühlschrank waren die Lebensmittel zur Neige gegangen und
ich musste mich wohl oder übel dazu entschließen, das Haus zu verlassen.
Meine warmen Stiefel, Jacke und sogar meine aus dem 2. Weltkrieg
stammende Schneebrille warteten nur darauf, angezogen zu werden.
Ich betrat die Straße, konnte kaum etwas sehen, da sich der Schneefall
mit viel Wind vereinigte. Ich hätte doch besser zu Hause bleiben sollen.
Aber ich dachte: „Die 200 m werde ich schon schaffen“.
Ich lief also los und fühlte mich nach einiger Zeit relativ sicher, da
mich mein Gehstock unterstützte.
Der Lebensmittelladen hatte „Gott sei Dank“ offen , ich ging so schnell
wie möglich hinein. Die Besitzer des Ladens sind sehr nett, ich kenne
diese seit vielen Jahren.
Es wurde alles zusammen gepackt, was ich benötigte.
Das Wetter vor der Tür verschlechterte sich zunehmend,
die Ladenbesitzer wollten mich nach Haus begleiten, aber ich lehnte dies ab.
Ich ging sodann los und verschwand im Schneegestöber.
Die Sicht war gleich Null. Ich schwankte nun, mit den Lebensmitteln in der einen
und den Gehstock in der anderen Hand, voran.
Auf einmal verlor ich das Gleichgewicht und fiel wie ein Stein hin.
Ich verspürte einen höllischen Schmerz in der Hüfte. Vollkommen benommen
lag ich am Boden, versuchte mich zu bewegen, aber der Schmerz war größer.
Plötzlich fiel mir ein, dass ich im Park liegen musste, welcher bei diesem
Wetter sicherlich nicht besucht wird. Angst stieg in mir auf,
da kein Mensch mich finden würde.
Die Kälte wurde immer schlimmer, die Zeit verging, auf meiner Uhr war es mittlerweile
18 Uhr und die Dunkelheit hatte sich längst eingestellt.
Die Hoffnung auf Hilfe verließ mich zunehmend, außerdem stellte sich eine Lethargie ein, welche sich darin äußerte, dass eine wohlige Wärme meinen Körper durchströmte,
obwohl es bitter kalt war. Aber ich spürte diese Kälte nicht mehr.
Irgendwie, es müssen Stunden vergangen sein, dämmerte ich so dahin und
auf einmal hatte ich das Gefühl, meinen Körper zu verlassen.
Ich sah mich im Park liegen, den Mund leicht geöffnet,
merkwürdiger Weise einen Stein im Kopf.
Die Schneewehe muss nachgegeben haben, so bin ich einen Abhang hinuntergefallen,
dabei ist die Verletzung entstanden.
Das Gefühl von Freiheit, unendlicher Freude und Zufriedenheit kam in mir auf.
Wie durch ein Wunder sah ich meine geliebte Frau. Sie kam auf mich zu, umarmte mich , nahm mich bei der Hand und gemeinsam gingen wir in ein Licht, welches so schön und vertrauensvoll leuchtete.
Ich war angekommen, glücklich wie nie zuvor!
Nach einer unbestimmbaren Zeit ging ich zurück, um zu sehen was aus meinem Körper geworden war.
Ich kam gerade dazu, als ein Beerdingungsmitarbeiter sagte:
„Der lag 5 Tage im Park, ist knochenhart gefroren, ein riesiger Eisblock und taut gerade auf“.
Diese Geschichte könnte, jederzeit in einem sehr strengen Winter,
zum Beispiel in einer Stadt, passieren oder ist schon geschehen!?
Copyright der Erzählung +Foto by Sabine Schlossmacher